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Reiseinformationen - Türkei
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| Wahlspruch: Yurtta
Sulh, Cihanda Sulh (türk. „Frieden in der Heimat, Frieden in der Welt“) | ||||
| Amtssprache | Türkisch | |||
| Hauptstadt | Ankara | |||
| Fläche | 779.452 km² | |||
| Einwohnerzahl | 68.893.918 (Stand Juli 2004) | |||
| Bevölkerungsdichte | 88,25 Einwohner pro km² | |||
| Gründung | 29. Oktober 1923 | |||
| Währung | Yeni Türk Lirası (bis 31. Dezember 2004: Lira) | |||
| Zeitzone | MEZ+1 | |||
| Nationalhymne | İstiklâl Marşı | |||
| Kfz-Kennzeichen | TR | |||
| Internet-TLD | .tr | |||
| Vorwahl | +90 | |||
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Die Republik Türkei (Türkiye Cumhuriyeti) ist der Nachfolgestaat des Osmanischen Reiches und ging nach dem Ersten Weltkrieg aus diesem hervor. Die Türkei ist eine laizistische Republik. Der Laizismus geht auf den Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk zurück. Atatürk war bestrebt, durch viele gesellschaftliche Reformen die Türkei nach dem Vorbild Europas zu modernisieren.
Geographie - Türkei
Die Türkei erstreckt sich geographisch über zwei Kontinente. Der größte Teil des türkischen Staatsgebiets liegt mit ca. 97 % auf dem asiatischen Kontinent. Lediglich 3 % der Gesamtfläche (23.623 km²) befinden sich auf dem europäischen Kontinent. Der europäische Teil der Türkei wird auch als Thrakien bezeichnet und der asiatische Landesteil als Anatolien. Die Türkei bildet somit geographisch eine Schnittstelle zwischen Okzident und Orient.
Die Landesgrenzen der Türkei haben eine Gesamtlänge von ca. 9.848 km davon sind 7.200 km vom Meer umgrenzt. Im Westen der Türkei liegt das Ägäische Meer, im Süden das Mittelmeer und im Norden das Schwarze Meer. Daneben teilt die Türkei mit acht Nachbarländern eine Grenze mit einer Gesamtlänge von 2.648 km. Im Nordwesten grenzt sie an Griechenland (206 km Grenze) und Bulgarien (240 km), im Nordosten an Georgien (252 km), Armenien (268 km), Aserbaidschan (Exklave und autonome Republik Nachitschewan, mit der die Türkei einen 9 km langen Grenzstreifen teilt), im Osten an den Iran (499 km) und im Süden an den Irak (352 km) und Syrien (822 km).
Vor allem der Norden der Türkei gehört zu den am stärksten Erdbeben gefährdeten Regionen der Welt und wurde in den letzten Jahren immer wieder von Erdbeben erschüttert. Da eine gewisse chronologische Ost-West-Abfolge der Beben in der Nordtürkei festzustellen ist, gehen Experten davon aus, dass in absehbarer Zeit auch İstanbul von einem großen Beben erschüttert werden wird. Die letzten großen Beben in der Provinz Kocaeli lagen bereits weniger als 100 km von Istanbul entfernt.
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Die Fläche der Türkei wird zu 26,2 % von Wald eingenommen, landwirtschaftlich werden 36,3 % der Gesamtfläche genutzt.
Höchste Berge der Türkei:
- Ararat (Büyük Ağrı dağı) - 5137 m
- Uludoruk - 4135 m
- Buzul dağı - 4116 m
- Suphan dağı - 4058 m
- Kackar dağı - 3932 m
- Erciyes dağı - 3917 m
Wichtigste Flüsse der Türkei: Kızılırmak 1335 km, Euphrat (Fırat), Sakarya, Murat, Tigris (Dicle), Seyhan, Göksu, Çoruh, Büyük Menderes.
Seen der Türkei: Vansee (Van Gölü) 3713 km², Großer Salzsee (Tuz Gölü) 1500 km², Beyşehir Gölü 656 km², Eğridir Gölü 468 km², Akşehir Gölü 353 km², İznik Gölü 298 km²
Bedeutende Inseln der Türkei: Imroz (Gökçeada) 279 km², Marmara Adası 117 km², Bozcaada 36 km², Uzunada 25 km², Alibey 23 km², Pasalimanı 21 km², Avşar 21 km²
Städte - Türkei
Die Verstädterung ist in der Türkei weit voran geschritten, 74 % der Gesamtbevölkerung leben in der Stadt. Während der Südosten der Türkei sehr dünn besiedelt ist, konzentriert sich die Bevölkerung in den großen Städten der Westküste.
Hauptstadt ist das in Zentralanatolien gelegene Ankara mit mehr als 3 Millionen Einwohnern. Ankara ist auch eine wichtige Wirtschafts- und Universitätsstadt. Größte Stadt und zugleich wirtschaftliches und kulturelles Zentrum ist das am Bosporus gelegene Istanbul (türk.: İstanbul), das auf beiden Seiten der Meeresenge liegt und sich so auf zwei Kontinente über eine Fläche von 5.512 km² erstreckt. 2003 lebten im gesamten Ballungsgebiet über 18 Millionen Menschen, damit gehört sie zu einer der größten Städten der Welt. İzmir ist mit 2.732.669 (2004) Einwohnern (im Großraum mit 3.370.866 Einwohnern) die drittgrößte türkische Stadt und verfügt nach Istanbul über den zweitgrößten Handelshafen. Weitere wichtige Städte sind Diyarbakır, Adana und Bursa.
Sprachen - Türkei
In der Türkei werden folgende Sprachen verwendet:
- > 80 % Türkisch (Amtssprache)
- 16–17 % Kurdisch (de jure beinahe voll und ganz anerkannt)
- 2 % Arabisch
- 1–2 % Zazaki (von den meisten Zazas als eigenständige Sprache gesehen, jedoch oftmals als kurdischer Dialekt bezeichnet)
- sonstige Sprachen der Minderheiten (aramäisch, armenisch, georgisch, griechisch, lasisch, tscherkessisch)
Sitten und Gebräuche - Türkei
Bei der Begrüßung wird meistens einmal auf die eine und dann auf die andere Wange geküsst. Bei älteren Menschen küsst man auf die Hand. Das Küssen auf die Hand ist lediglich ein Ritual, das zur traditionellen Verbeugung hinzugefügt wurde.
Türkische Küche
Die gegenwärtige türkische Küche ist das Resultat einer Vermischung der ursprünglichen einfachen nomadischen Kochtradition der türkischen Stämme mit der indischen, persischen und arabischen Küche. Sie bezieht seit ihrer Völkerwanderschaft darüber hinaus Einflüsse aus dem Mittelmeerraum ein.
Die türkische Küche hat auch die griechische und die Balkanküche geprägt. So stammt zum Beispiel der "Zaziki" aus dem türkischen "Cacik" und "Cevapcici" kommt von "Kebap-Ici" (Kebap-Gefülltes; gefüllter Kebap). Auch der "Joghurt" kommt vom türkischen "Yogurt".
Feiertage - Türkei
Offizielle Feiertage:
- 1. Januar: Neujahr
- 23. April: Unabhängigkeitstag (gleichzeitig Tag des Kindes)
- 19. Mai: Atatürk-Gedenktag und Tag der Jugend
- 30. August: Tag der Befreiung (erinnert wird an den Sieg im Befreiungskrieg)
- 29. Oktober: Tag der Republik (Nationalfeiertag, erinnert an die Ausrufung der Republik durch Atatürk im Jahre 1923)
Religiöse Feiertage:
- Zuckerfest: Das „Zuckerfest“ bildet den Abschluss des Fastenmonats Ramadan.
- Opferfest: Höchster sunnitischer Feiertag. Beim Opferfest wird des Propheten Ibrahim (Abraham) gedacht, der bereit war, seinen Sohn Ismail an Allah zu opfern (siehe auch Opferung Isaaks). Am Opferfest ist es für einen Moslem "Sitte", falls er es sich finanziell leisten kann, ein Tier zu schächten und das Fleisch an Bedürftige zu verteilen. Diese Tradition nimmt seit langem in der Türkei die Tendenz zum Spenden an bedürftige Privatpersonen und Hilfs-Einrichtungen wie Weisenheime usw.
Die religiösen Feiertage richten sich nach dem Mondkalender, daher „bewegen“ sie sich jedes Jahr um ca. 11 Tage rückwärts und haben kein festes Datum. Ab und zu kann es daher auch passieren, dass eines der Feste in einem Kalenderjahr zweimal stattfindet, einmal Anfang Januar und noch einmal Ende Dezember.

